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Ökumenischer Frauenkreis

Auch die jüngeren Frauen werden allmählich älter!

Unsere Gruppe wurde auf eine Initiative von Gisela Dorau, Monika Büsing  und Silke Engelking im Januar 1998 ins Leben gerufen. Beide Letztgenannten wollten, wie ihre Mütter, einem Frauenkreis angehören, fühlten sich aber für diesen  Kreis noch  zu jung. Dieser Kreis ist also ein „echtes Kind“ lebendiger Gemeindetradition.

Zur Zeit sind wir etwa fünfzehn Frauen im Alter von Mitte  30 bis Mitte 50 Jahren, die sich einmal im Monat treffen. Wir leben Ökumene, denn  evangelische und katholische Frauen treffen sich gemeinsam.  

Neuerdings steht  auch unser Jahresprogramm auf dieser Homepage. Wir  planen  am Anfang eines jeden Jahres zusammen ein Programm für das  Jahr, meistens mit eigenen Beiträgen, wie z.Zt. "Gedanken zur Passion", das Thema "Glück kommt selten allein" oder "Starke Sätze". Auch Referenten aus der Gemeinde oder von auswärts gehören dazu. Das Angebot ist vielfältig: gemeinsames  Kochen, Büchervorstellung (mit Autorinnenlesung), Kreatives, Radtouren, Reiseberichte, Bowling, Spieleabende, Kennenlernen anderer Religionen, ein Besuch des  Klosters Loccum und Wandeln auf dem Schöpfungsweg gehören ebenfalls dazu. Auch musikalisch sind wir dabei. Wir sangen schon mit der Organistin Regina Heymann  und erprobten das Musizieren mit Chimes. Entspannung für Körper, Geist und Seele  mit Entdeckung aller Sinne  sind auch Begleiter des Kreises. Das Jahr endet mit einem bunten Abend und einem Überraschungsbuffet aus eigenen Kompositionen.

Auch in der Gemeinde engagieren  wir uns: Einige helfen bei der Vorbereitung des Frauenfrühstücks, gemeinsam kochen alle eine spezielle Bratapfelmarmelade nach einem geheimen Rezept zum Verkauf auf dem Godehardi Markt (schon zur Tradition geworden). Schließlich bereiten wir im ökumenischen Frauenkreis  den Weltgebetstag vor, der jedes Jahr am ersten Freitag im März im Wechsel  in der evangelischen und katholischen Kirche gefeiert wird. Der Gottesdienst wird in Anlehnung an die jeweils von den Frauen eines Landes ausgearbeitete Liturgie gestaltet. Nach dem Gottesdienst laden wir  zu einem Imbiss mit Gesprächen und zu einem Diavortrag über das gastgebende Land ein.

Wir, der ökumenische Frauenkreis, treffen uns (mit Ausnahmen) immer an jedem 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung (Eltern-Kind-Gruppenraum). Wir freuen uns auf neue Teilnehmer. Kommt doch einfach mal vorbei.

Wer sich von diesem lebendigen, abwechslungsreichen Programm eingeladen fühlt, kann sich gerne bei mir unter  01573-8258548  für nähere Infos melden.

Sabine Oltrogge

 

 

Glaube bewegt

Zum Weltgebetstag 2023 aus Taiwan

Rund 180 km trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und will es „zurückholen“ – notfalls mit militärischer Gewalt. Das international isolierte Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit. Als Spitzenreiter in der Chip-Produktion ist das High-Tech-Land für Europa und die USA wie die gesamte Weltwirtschaft bedeutsam. Seit Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine kocht auch der Konflikt um Taiwan wieder auf.

In diesen unsicheren Zeiten haben taiwanische Christinnen Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 verfasst. Am Freitag, den 3. März 2023, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde diese Gottesdienste. „Ich habe von eurem Glauben gehört“, heißt es im Bibeltext Eph 1,15-19. Wir wollen hören, wie die Taiwanerinnen von ihrem Glauben erzählen  und mit ihnen für das einstehen, was uns gemeinsam wertvoll ist: Demokratie, Frieden und Menschenrechte.  

Die Hauptinsel des 23 Millionen Einwohner*innen zählenden Pazifikstaats ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg. Auf kleiner Fläche wechseln sich schroffe Gebirgszüge, sanfte Ebenen und Sandstrände ab. Über 100 kleine Korallen- und Vulkaninseln bieten einer reichen Flora und Fauna Lebensraum. Bis ins 16. Jahrhundert war Taiwan ausschließlich von indigenen Völkern bewohnt. Dann ging die Insel durch die Hände westlicher Staaten sowie Chinas und Japans. Heute beherbergt Taiwan eine vielfältige kulturelle und sprachliche Mischung. Nur etwa 2% der Bevölkerung gelten als Indigene.

Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Taiwan geht zurück auf den chinesischen Bürgerkrieg zwischen 1927 und 1949. Damals flohen die Truppen der national­chinesischen Kuomintang vor den Kommunist*innen nach Taiwan. Es folgte nicht nur der wirtschaftliche Aufschwung als einer der „asiatischen Tiger-Staaten“, sondern auch die Errichtung einer Diktatur. Nach langen Kämpfen engagierter Aktivist*innen z.B. aus der Frauenrechts- und Umweltbewegung fanden im Jahr 1992 die ersten demokratischen Wahlen statt.

Heute ist Taiwan ein fortschrittliches Land mit lebhafter Demokratie. Gerade die junge Generation ist stolz auf Errungenschaften wie digitale Teilhabe, Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Der hektische Alltag in den Hightech-Metropolen wie der Hauptstadt Taipeh ist geprägt von Leistungsdruck, langen Arbeitstagen und steigenden Lebenshaltungskosten. Und doch spielen Spiritualität und Traditionen eine wichtige Rolle.

Die meisten Taiwaner*innen praktizieren einen Volksglauben, der daoistische und buddhistische Einflüsse vereint. Zentrum des religiösen Lebens sind die zahlreichen bunten Tempel. Christ*innen machen nur vier bis fünf Prozent der Bevölkerung aus.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag. Zum Weltgebetstag rund um den 3. März 2023 laden uns Frauen aus dem kleinen Land Taiwan ein, daran zu glauben, dass wir diese Welt zum Positiven verändern können – egal wie unbedeutend wir erscheinen mögen. Denn: „Glaube bewegt“!

3.191 Z.m.L.z.
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.