Von Tonkeln und Väterinnen - Ein Nachmittag mit der Queer-sensiblen Seelsorge

An diesem Nachmittag ist der Landeskirchenbeauftragte für Queer-sensible Seelsorge und Beratung, Pastor Theodor Adam, im Kirchenpavillon. "Mir ist es wichtig, dass wir einander nicht verurteilen oder abwerten, sondern miteinander ums Verstehen ringen", sagt er. Queer-sensible Seelsorge versteht er dabei nicht als Seelsorge nur für queere Personen, sondern auch für alle Fragenden und ernsthaft Suchenden. "Queerness ist immer Teil eines sozialen Systems", hat Adam beobachtet. Entsprechend hat queer-sensible Seelsorge auch die Tochter im Blick, deren Vater sich als Väterin outet, und die Mutter, die sich gerade daran gewöhnt, dass ihr Sohn einen Mann küsst. An diesem Nachmittag stehen verschiedenes Material bereit und verschiedene Methoden zum Kennenlernen und Ausprobieren wie ein Bibellabor oder ein Check, wie queer-sensibel Du bist, zudem gibt es Raum für Information und Gespräch. „Ich kann aufklären und theologisieren“, sagt Adam, aber viel wichtiger sei ihm, ins Gespräch zu kommen: „Was ist es, das ich Dir tun soll? hat Jesus gefragt und die Anliegen, die Nöte und Hoffnungen der Menschen wahr- und ernst genommen.“ Genau darum gehe es ihm auch: zu hören, was Menschen brauchen und sich von der Kirche wünschen, um befreit und im Frieden zu leben, aufrecht und in der Gewissheit, gewollt und geliebt zu sein. Er lädt ein: „Ich freue mich auf einen bunten Nachmittag mit verschiedensten Personen zwischen herrlichen Pflanzen, an dem alles zur Sprache kommen darf, was Menschen in Bezug auf Queerness, Glaube, Kirche und ihr Leben bewegt.“ Natürlich seien auch kritische und skeptische Töne willkommen, ein wahrhaftes Ringen ums Verstehen bedeute ja auch den Mut zur Auseinandersetzung.

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Kirchen auf der LaGa