Kirchen blicken am Tag des Abschlussgottesdienstes auf eine erfolgreiche Landesgartenschau in Bad Nenndorf zurück

Nachricht 18. Oktober 2026

96 Erdnägel, 11,6 kg Edelsteine und ein Magnet für die Menschen

Bad Nenndorf. Mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst am heutigen Sonntag ging die Präsenz der evangelischen und katholischen Kirche auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf zu Ende. Genau 173 Tage lang präsentierten sich die Kirchen als offener und lebendiger Ort der Begegnung. Zum Finale der Großveranstaltung zog das Projektteam heute eine Bilanz in überraschenden Zahlen und Fakten:

Sturmfest verankert: Insgesamt 96 Erdnägel waren nötig, um den Kirchenpavillon über die gesamte Laufzeit absolut wetterfest zu machen.

Schatzsuche in der Buddelbucht: Im Laufe der 173 Tage wurden stolze 11,6 kg Edelsteine im Sand verbuddelt, die von kleinen und großen Gästen begeistert gesucht wurden.

Herzenssache: Am beliebten Segensbaum wurden 960 Holzherzen und unzählige weitere Herzen aus Tonkarton aufgehängt. Projektleiterin Anja Sievers berichtet rückblickend: „Wir sind mit dem Bestellen der Herzen nicht nachgekommen, weil so viele Menschen ihre Hoffnungen und Bitten loswerden wollten!“

Segen zum Mitnehmen: Der Segensautomat war ein absoluter Publikumsliebling. Ganze 6.300 Segensbänder wanderten in die Hände der Besucherinnen und Besucher und sorgten für eine kleine religiöse Erinnerung an die diesjährige Landesgartenschau.

Tränen der Freude: Neben den 173 Mittagsgebeten und dem heutigen 26. Gottesdienst auf der großen Hauptbühne gab es auch emotionale Highlights: Die Menge an Freudentränen bei den 12 Hochzeiten und 28 Taufen wird auf rund 3 Liter geschätzt.

Möglich gemacht wurde der tägliche Betrieb durch das überwältigende Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort. „Mein Ziel war es von Anfang an eine moderne, vielfältige und professionelle Kirche darzustellen und wenn ich jetzt zurückblicke auf die vielen positiven Rückmeldungen und die zahlreichen Beteiligten, die dieses bunte Programm mitgestaltet haben, dann würde ich sagen, haben wir dieses Ziel erreicht“, betonte Projektleiterin Anja Sievers heute stolz.

Besonders bemerkenswert ist, dass gerade die spirituellen Formate die Menschen angezogen haben. „Das Mittagsgebet war ein Magnet und die wirklich christlichen Angebote wurden am besten angenommen“, so Sievers. Das große Interesse am heutigen Abschlussgottesdienst zeigte noch einmal eindrücklich, dass die Kirche für viele Besucher ein echter Zuschauermagnet war.

Die Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig Dr. Christina-Maria Bammel sprach in ihrem Grußwort stellvertretend für die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen einen großen Dank an alle Mitwirkenden aus. Die Landesgartenschau zeige, dass es großes Potential hat, wenn Kirche auch an anderen Orten präsent ist, um dort Menschen zu erreichen.

Pastorin Anja Sievers